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Akademischer Werdegang

Giuseppe Veltri studierte von 1978 bis 1983 Philosophie und Theologie in Siena und Viterbo. Nach seinem Diplom am Päpstlichen Athenaeum Sant' Anselmo in Rom studierte er von 1983 bis 1986 Bibelwissenschaften am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom.

Von 1990 bis 1996 arbeitete Giuseppe Veltri an der Freien Universität Berlin in den von Peter Schäfer geleiteten Forschungsprojekten "Magische Texte der Kairoer Geniza" und "Griechisch-römische Religion Palästinas"

1991 reichte er seine Promotion zu Übersetzungskonzepten in jüdisch-hellinistischen und rabbinischen Kontexten ein (Eine Tora für den König Talmai. Untersuchungen zum Übersetzungsverständnis in der jüdisch-hellenistischen und rabbinischen Literatur, Tübingen: Mohr 1994). 1996 habilitierte er sich, ebenfalls an der Freien Universität Berlin, mit einer Arbeit zur Beziehung von Magie, Gesetz und Wissenschaft (Magie und Halakha. Ansätze zu einem empirischen Wissenschaftsbegriff im spätantiken und frühmittelalterlichen Judentum, Tübingen: Mohr 1997).

Seit 1997 hat Giuseppe Veltri die Professur für Judaistik und Jüdische Studien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg inne. Im Juli 2013 erhielt Giuseppe Veltri einen Ruf auf den Lehrstuhl Jüdische Religion und Philosophie der Universität Hamburg.

1998 gründete Giuseppe Veltri das Leopold-Zunz-Zentrum zur Erforschung des europäischen Judentums an der Stiftung Leucorea der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er übernahm die Herausgabe des Newsletters der European Association for Jewish Studies (EAJS Newsletter) und entwickelte daraus das European Journal of Jewish Studies. 2001 begründete er die Publikationsreihe Studies in Jewish Culture and History.

Von 2004 bis 2012 war Giuseppe Veltri gewähltes Mitglied des Fachkollegiums 106 der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seit 2009 ist er 1. Vorsitzender des Verbandes der Judaisten in Deutschland.

Gastprofessuren und Auszeichnungen

Giuseppe Veltri hatte Gastprofessuren an der Freien Universität Berlin, dem University College London, der Universität Bologna, der Universität La Sapienza und der ecole des Hautes etudes en Sciences Sociales inne. In Anerkennung seiner Leistungen wurde er 2010 zum Honorarprofessor für Religionswissenschaft der Universität Leipzig ernannt. Im November desselben Jahres erhielt er als Leiter des Seminars für Judaistik/Jüdische Studien der Universität Halle den von der Jüdischen Gemeinde Halle verliehenen Emil-Fackenheim-Preis für Toleranz und Verständigung.

Giuseppe Veltri wurde im Januar 2013 zum korrespondierenden Mitglied der humanistischen Akademie Pontaniana in Neapel und im Februar 2014 zum ordentlichen Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Literatur in Mainz gewählt.