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Forschung

Giuseppe Veltris Forschungsinteressen fokussieren auf die Religion des antiken Judentums, die Philosophie des Mittelalters, die Kultur und Philosophie der Renaissance und Frühen Neuzeit, sowie auf die Wissenschaft des Judentums. Er leitet eine Reihe von Projekten, die diesen Forschungsfeldern gewidmet sind - bitte sehen Sie dazu auch die detaillierten Angaben der einzelnen Projekte unter der Rubrik "Projekte".

Die Forschung zu den bereits in seiner Dissertation über jüdisch-hellenistische und rabbinische Übersetzungskonzepte und in seiner Habilitation über Magie und Halacha bearbeiteten Themen vertiefte Giuseppe Veltri weiter durch das Projekt Midrash Tehillim, in dem der rabbinische Midrasch zu den Psalmen ediert wurde, und das Projekt Sprachauffassungen, das Konzepte von Sprache in biblischen, rabbinischen und mittelalterlichen Texten untersucht.

Seine zentrale Forschungsarbeit auf dem Gebiet der jüdischen Philosophie realsiert Giuseppe Veltri in Zusammenarbeit mit israelischen, französischen und niederländischen Wissenschaftlern im Pilotprojekt PESHAT (kurz für "Philosophic and Scientific Hebrew Terminology"). Das Langzeitprojekt hat die systematische Erforschung der Entstehung und Entwicklung philosophischer und wissenschaftlicher Terminologie des vormodernen Hebräisch in seinem kulturellen und historischen Kontext zum Ziel. Ein mehrsprachiger Thesaurus dieser Terminologie ist bereits über die Homepage des Projekts einsehbar. Er stellt eine Aktualisierung und Ergänzung seines gedruckten Vorläufers, dem Thesaurus philosophicus linguae hebraicae et veteris et recentioris von Jakob Klatzkin (erschienen in 5 Bänden zwischen 1928-1933 in Berlin), dar.

Einen Großteil seiner wissenschaftlichen Tätigkeit widmet Giuseppe Veltri der Erforschung der Philosophie der Renaissance. Er übersetzte und veröffentlichte die philosophischen Predigten Judah Moscatos und organisierte mehrere Konferenzen und Symposien zum intellektuellen Leben der Juden während der Frühneuzeit in Italien und anderen Regionen. In einem zweiten Projekt bereitet er die Edition der Werke Simone Luzzattos vor.

Die Erforschung der Wissenschaft des Judentums ist eng mit dem Namen Leopold Zunz verknüpft, der an der Universität Halle promovierte. er ist Namensgeber des Leopold Zunz Zentrums für die Erforschung des Europäischen Judentums, das Giuseppe Veltri an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gründete. Durch die Digitalisation und Katalogiesierung machte Giuseppe Veltri das gesamte in Jerusalem befindliche und über 30.000 Folien umfassende Zunzarchiv zugänglich.